Vom Arbei­ter zum Anführer

Andreas Binder

Einst einer der stillen Malocher, dann das Gesicht der Mannschaft. Andreas „Andy“ Binder hat in seiner Handball­kar­riere beim SV Leonberg/Eltingen einen Weg zurück­ge­legt, der in der Jugend des SKV Rutes­heim begann – und in der Kapitäns­rolle endete. Aus den Nachwuchs­teams der JSG Leonberg/Eltingen/Rutesheim und später der SG Leonberg/Eltingen kommend, machte sich Andy früh mit seinem kompro­miss­lo­sen Spiel­stil einen Namen. Vor allem auf Rückraum Links zeigte er Durch­set­zungs­ver­mö­gen in unzäh­li­gen 1:1‑Duellen. Doch die ersten Schritt in den Aktiven­be­reich waren nicht einfach. In der zweiten Mannschaft und vielen zusätz­li­chen Trainings­ein­hei­ten arbei­tete er inten­siv an seinem Abwehr­ver­hal­ten und erwei­terte sein Offen­siv­re­per­toire um präzise Distanz­würfe – bis er schliess­lich unter der Förde­rung von Trainer Frank Ziehfreund den Sprung in die 1. Mannschaft schaffte. Unter jedem Trainer war er der Inbegriff von Verläss­lich­keit – einer, der ohne zu zögern jede Aufgabe im Sinne des Teams annahm. Bei allen Aufstie­gen, von der Bezirks­liga bis zur Oberliga Württem­berg, war Andy ein fester Baustein des Erfolgs. Auf dem Feld wich er keiner Konfron­ta­tion aus und in der Kabine war er schon früh für klare Worte bekannt. Mit den Jahren reifte aus dem unermüd­li­chen Arbei­ter ein Führungs­spie­ler. In seiner letzten Saison trug er folge­rich­tig die Kapitäns­binde – und führte den SV mit Leiden­schaft, Entschlos­sen­heit und Vorbild­cha­rak­ter. Heute geniesst er den wohlver­dien­ten Handball-Ruhestand und ist trotz­dem noch oft bei den Spielen “seiner Jungs” in der Halle anzutreffen.

Facts:
Name: Andreas Binder
Jahrgang: 1991
Größe: 185cm
Position: Rückraum Links

Statio­nen:
SKV Rutes­heim
SG Leonberg/Eltingen
SV Leonberg/Eltingen

Andreas „Andy“ Binder – ein wasch­ech­ter eigener Junge. Vom unbeirr­ba­ren Arbei­ter zum Kapitän und Leitwolf des SV Leonberg/Eltingen. Andy trug während seiner gesam­ten Jugend- und Aktiven­zeit stets das Trikot Leonberg/Eltingens – ein Zeichen großer Verbun­den­heit und hoher Integri­tät. Ein klares Bekennt­nis zu einem Verein und eine Selten­heit im heuti­gen Sport. Ein echter Leader eben.

Auf dem Feld stets hochkon­zen­triert, verfolgte Andy über die gesamte Spiel­dauer hinweg unbeirrt nur ein Ziel: den maxima­len Erfolg für sein Team. Jeder Einsatz, jeder Sprint, jeder Zweikampf diente diesem Anspruch. Dabei verlangte er von seinen Mitspie­lern niemals etwas, das er nicht selbst bereit war zu geben – im Gegen­teil: Er ging stets voran, opferte sich auf und war damit Vorbild für Einsatz­be­reit­schaft, Leiden­schaft und bedin­gungs­lo­sen Teamgeist.

DREI FRAGEN

Du hast alle Aufstiege des Männer-Handballs in Leonberg als Spieler miter­lebt und mitge­stal­tet. Gibt es einen den du beson­ders hervor­he­ben würdest.

Der Aufstieg  in die Württem­berg­liga mit Frank Ziehfreund! Mega Truppe!

Du hast ja quasi das “Ackern auf dem Feld” immer vorge­lebt. Gibt es paral­lel oder Unter­schiede zum Andy auf dem Feld und dem Andreas ausser­halb der Halle?

Denke das sind schon sehr ähnli­che Typen, aber denke der Sport­ler war etwas ehrgeiziger 🙂 

Du warst am Ende Deiner Karriere Spiel­füh­rer des Teams. Was ist aus Deiner Sicht die wichtigste Fähig­keit ein Team zu führen?

Ich weiß nicht ob man es auf eine Fähig­keit beschrän­ken kann aber ich denke die Vorbild Funktion auf und neben dem Feld ist sehr wichtig. 

Andreas war nie einer, der sich in den Vorder­grund drängte – und doch war er immer da, wenn man ihn brauchte. Für die Mannschaft hat er alles gegeben, hat mit Herz gespielt und gelebt, was Zusam­men­halt bedeu­tet. Er war nicht nur sport­lich ein Vorbild, sondern auch mensch­lich eine feste Größe in unserem Team.
Philip Schückle, Teamkol­lege beim SV Leonberg/Eltingen

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