Auftakt mit Lernmo­men­ten – und einer starken Reaktion

SV Leonberg/Eltingen — HSG Langenau/E. 32:36

Unsere Männer starten mit einer 32:36-Niederlage gegen die HSG Langenau/Elchingen in die neue Oberliga-Saison. Vor allem in der ersten Hälfte bekom­men wir aufge­zeigt, woran wir als neu formierte Mannschaft noch arbei­ten müssen. Gleich­zei­tig zeigt das Team, was in ihm steckt: Es gibt sich auch bei einem deutli­chen Rückstand nicht auf und kämpft sich zurück ins Spiel. Das erste Saison­spiel ist immer auch eine Stand­ort­be­stim­mung – für unsere junge Mannschaft in diesem Jahr vielleicht noch ein bisschen mehr. Viele Abläufe müssen sich erst festi­gen, das Zusam­men­spiel muss wachsen und gerade gegen einen erfah­re­nen Gegner wie die HSG Langenau/Elchingen werden Fehler schnell bestraft. Dabei beginnt die Partie im Sport­zen­trum durch­aus ausge­gli­chen. Bis zum 9:10 nach 16 Minuten bleiben wir auf Tuchfüh­lung. Anschlie­ßend erwischen die Gäste jedoch ihre stärkste Phase. Im Angriff verlie­ren wir zu häufig den Ball, in der Defen­sive bekom­men wir insbe­son­dere den wurfstar­ken Rückraum und die Außen­spie­ler der HSG nicht konse­quent genug unter Kontrolle. Langenau/Elchingen nutzt diese Situa­tio­nen mit viel Routine und zieht bis zur 25. Minute auf 10:18 davon.

Wir bleiben dran Was danach passiert, macht trotz des schwie­ri­gen Spiel­ver­laufs Mut: Unsere Mannschaft lässt sich nicht hängen. Statt den Kopf nach unten zu nehmen, kämpfen wir uns noch vor der Pause zurück. Mit mehr Konse­quenz und Energie gelingt es, den Rückstand bis zum Seiten­wech­sel auf 15:19 zu verkür­zen. Mit etwas mehr Glück wäre sogar noch mehr möglich gewesen – ein Wurf auf das leere Tor landet gleich an beiden Pfosten. Auch nach der Pause versucht das Team alles, um den Anschluss herzu­stel­len. Beson­ders Yannik Oral setzt wichtige Akzente und erzielt drei unserer Treffer in den ersten fünf Minuten der zweiten Hälfte. Mit insge­samt neun Toren ist er am Ende unser erfolg­reichs­ter Werfer, gefolgt von Niklas Bolkart mit acht Treffern. Doch die erfah­re­nen Gäste finden immer wieder Antwor­ten. Vor allem die Hypothek aus der ersten Hälfte wiegt schwer. Näher als auf vier Tore kommen wir nicht mehr heran, sodass am Ende ein 32:36 auf der Anzei­ge­ta­fel steht. Trainer Ladis­lav Goga ordnete die Partie entspre­chend ein: „Der Rückstand in der ersten Hälfte war zu hoch. Es war schwie­rig, dem das ganze Spiel über hinter­her­zu­ren­nen.“ Ein erster Schritt auf unserem Weg Eine Nieder­lage zum Auftakt ist nicht das Ergeb­nis, das wir uns gewünscht haben. Aber gerade bei einer jungen und neu zusam­men­ge­stell­ten Mannschaft gehört es dazu, aus solchen Spielen die richti­gen Schlüsse zu ziehen. Und dafür hat dieser Abend einiges gelie­fert. Wir haben gesehen, an welchen Stell­schrau­ben wir insbe­son­dere in der Defen­sive und bei der Fehler­ver­mei­dung arbei­ten müssen. Wir haben aber ebenso gesehen, dass die Mannschaft auch nach einem deutli­chen Rückstand zusam­men­bleibt und sich zurück­kämpft. Genau darauf können wir aufbauen. Eine Saison wird nicht am ersten Spiel­tag entschie­den – Entwick­lung entsteht von Woche zu Woche, im Training und in jedem einzel­nen Spiel. Die nächste Gelegen­heit wartet bereits: Am Sonntag geht es auswärts nach Wolfschlu­gen. Dort wollen wir die ersten Erkennt­nisse mitneh­men und gemein­sam den nächs­ten Schritt machen. 

Autor:in: Stefan Schuster

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