Lange auf Augenhöhe
TSG Wiesloch — SV Leonberg/Eltingen 39:34
Ohne Punkte mussten wir am Samstag, den 26. September, die Heimreise aus Wiesloch antreten. Gegen die TSG Wiesloch unterlagen wir in einer torreichen Partie mit 34:39 (22:23). Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit und einem guten Start in den zweiten Durchgang brachte uns eine längere torlose Phase entscheidend ins Hintertreffen. Trotz zwischenzeitlicher Führung und unserer Aufholversuche in der Schlussphase reichte es am Ende nicht zum zweiten Saisonsieg.
Mit dem Erfolg gegen Bietigheim im Rücken wollten wir auch unsere erste Auswärtsaufgabe erfolgreich gestalten. Dass uns in Wiesloch ein anspruchsvoller Gegner erwarten würde, war nach dem deutlichen Auftaktsieg der Gastgeberinnen klar. Zunächst fanden wir gut in die Begegnung und gingen mit 1:0 und 2:1 in Führung. Anschließend übernahm Wiesloch jedoch das Kommando und setzte sich bis zur zehnten Minute auf 8:5 ab. Nach einer frühen Auszeit fanden wir wieder den Anschluss, konnten die Gastgeberinnen aber zunächst nicht dauerhaft einbremsen. Über 11:8 zog Wiesloch auf 14:10 und 15:11 davon. Wir ließen uns jedoch nicht abschütteln und kämpften uns erneut heran. Nach dem 17:14 gelangen uns vier Tore in Folge, mit denen wir den Rückstand in eine 18:17-Führung drehten. Das Spiel war wieder völlig offen. Bis zur Pause entwickelte sich ein enges Hin und Her, in dem sich keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Kurz vor dem Seitenwechsel glichen wir zum 22:22 aus, Wiesloch antwortete noch einmal und nahm eine knappe 23:22-Führung mit in die Kabine. Insgesamt 45 Tore in den ersten 30 Minuten zeigten bereits, dass beide Mannschaften defensiv zu wenig Zugriff fanden. Auch der Beginn der zweiten Halbzeit machte Hoffnung: Wir erzielten den Ausgleich und gingen anschließend wieder in Führung. In der 34. Minute lagen wir mit 25:24 vorne und hatten weiterhin alle Möglichkeiten, das Spiel für uns zu entscheiden. Dann folgte jedoch die entscheidende Phase der Partie. Knapp zehn Minuten lang gelang uns kein weiterer Treffer. Wiesloch nutzte diese Gelegenheit und verwandelte unseren knappen Vorsprung mit einem 5:0‑Lauf in eine 29:25-Führung. Zwar konnten wir anschließend auf 29:26 verkürzen, eine nachhaltige Wende gelang uns aber nicht mehr. Die Gastgeberinnen bauten ihren Vorsprung weiter aus und zogen bis zur 51. Minute auf 34:26 davon. Trotz dieses deutlichen Rückstands spielten wir weiter und konnten den Abstand in den letzten Minuten noch verkürzen. Über 37:31 und 38:33 kamen wir wieder etwas näher heran. Den Schlusspunkt setzten wir wenige Sekunden vor dem Abpfiff zum 39:34-Endstand. Für eine echte Wende kam unsere Aufholjagd allerdings zu spät. Diese Niederlage ist ärgerlich, weil wir über weite Strecken gezeigt haben, dass wir mit Wiesloch mithalten können. Besonders die wiederholten Aufholjagden in der ersten Halbzeit und der gute Start nach der Pause sind positive Ansätze. Gleichzeitig müssen wir solche langen Phasen ohne eigenen Torerfolg vermeiden und vor allem defensiv deutlich stabiler werden. 39 Gegentreffer sind klar zu viel. Hier müssen wir als Mannschaft besser zusammenarbeiten, Absprachen konsequenter umsetzen und die Räume für unsere Gegnerinnen früher schließen. Nun haben wir zwei Wochen Spielpause, die wir gezielt zur Vorbereitung auf die nächste Aufgabe nutzen wollen. Ein besonderer Schwerpunkt wird dabei auf unserer Abwehrarbeit liegen. Wir wollen uns besser abstimmen, in den Zweikämpfen konsequenter agieren und uns gegenseitig wirkungsvoller unterstützen. Die Zeit gibt uns die Gelegenheit, an diesen Punkten zu arbeiten und mehr Sicherheit in unser Spiel zu bringen. Kopf hoch, gemeinsam weiterarbeiten und nach der Pause wieder angreifen! Ein herzliches Dankeschön an unsere treuen Fans, die den weiten Weg nach Wiesloch auf sich genommen haben, um uns vor Ort zu unterstützen – einige von euch sogar mit dem Fahrrad! Schön, dass wir auch auswärts auf euch zählen können! 💙💛Autor:in: Sara Karwounopoulos