Mit toller Moral am Ende einen Punkt erkämpft

SG Heidels­heim — SV Leonberg/Eltingen 31:31

Fangen wir mal hinten an: Wenn du in der 58. Minute mit zwei Toren zurück­liegst, kannst du in einer so abgezock­ten Liga auswärts eigent­lich nichts mehr mitneh­men. Eigent­lich. Was die Jungs von Trainer Markus Stotz dann aber in einer offen­si­ven Abwehr­va­ri­ante gezeigt haben, war aller Ehren wert. Giftig und willig, den Ball zu erobern, ohne dabei ein Foul zu begehen, deckte unsere Mannschaft über das gesamte Feld. Tatsäch­lich erspielte man sich durch zwei blitz­saubere Steals nochmals Chancen – und Luis Hönnin­ger sowie Paul Schrei­ner nutzten dies binnen der letzten 26 Sekun­den eiskalt. Zum Spiel­ver­lauf: In den ersten zehn Minuten stand unsere Abwehr extrem sicher, sodass wir verdient mit 2:4 in Führung gehen konnten. Doch die Gastge­ber schlu­gen zurück – beim 9:6 schien das Pendel klar zu ihren Gunsten auszu­schla­gen. Aber unser Team kämpfte sich zurück, und 20 Sekun­den vor der Halbzeit gelang sogar der Treffer zur 12:14-Führung. Leider musste man statt eines Zwei-Tore-Vorsprungs in die Kabine noch das 13:14 hinneh­men. Die zweite Halbzeit war geprägt von ständi­gen Führungs­wech­seln, ehe sich Heidels­heim nach 54:39 Minuten erstmals etwas abset­zen konnte – 29:25. Doch Aufge­ben gehört nicht zum Reper­toire unserer Truppe, und so kam es zum oben beschrie­be­nen drama­ti­schen Finale. Fazit: Ein Punkt auswärts beim direk­ten Tabel­len­nach­barn ist grund­sätz­lich gut. Aber 19 techni­sche Fehler und 12 Fehlwürfe zeigen auch deutlich: Da war mehr drin. Jetzt heißt es weiter hart arbei­ten und am kommen­den Freitag im letzten Spiel des Jahres 2025 nochmals alle Kräfte zu mobili­sie­ren. Gegen den HTV Meißen­heim soll dann endlich wieder in unserem Wohnzim­mer gepunk­tet werden.

Autor:in: Stefan Schuster

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