Wildcats 2.0 verlie­ren Boxkampf in Winnenden

HC Winnen­den – SV Leonberg/Eltingen II 27:26

Nach einem inten­si­ven Spiel müssen sich die Wildcats 2.0 nach langer Führung am Ende mit 27:26 gegen den abstiegs­be­droh­ten HC Winnen­den geschla­gen geben. Apropos geschla­gen, dies trifft es in der Tat. Dass dieses Spiel kein Zucker­schle­cken für die Cats werden würde, war jedem bewusst. Bereits in der ersten Halbzeit zeigten die Gastge­ber, dass sie heute mit allen Mitteln das Spiel gewin­nen wollen. Immer wieder gab es Schläge ins Gesicht, in die Magen­grube und die Kreis­läu­fer bekamen eine Rücken­mas­sage der beson­de­ren Art. Doch bis zur Halbzeit konnten die Cats eine 13:15-Führung behaup­ten. Doch in der 2. Halbzeit nahm das Spiel dann an Inten­si­tät zu. Die Cats führten bis zur 37. Minute mit 20:16 und es schien, dass sie auf einem guten Weg waren, die Punkte mit nach Hause zu nehmen. Doch nach einer Auszeit der Gastge­ber war klar, wo die Reise hinging. Zwar ahnde­ten die Schieds­rich­ter immer wieder die Aktio­nen der Winnen­der, doch teilweise waren diese so versteckt, dass man die Schläge nur mitbe­kam, weil wieder eine Spiele­rin behan­delt werden musste. Angepeitscht durch das lautstarke Publi­kum wurde der Leonber­ger Rückraum regel­recht malträ­tiert, wodurch sich die Cats deutlich aus dem Konzept bringen ließen. Anstatt ruhig weiter­zu­spie­len folgten immer wieder schnelle 1:1‑Aktionen, was die Winnen­der Abwehr immer mehr pushte. Zudem kam eine Phase, in der wir es nicht mehr schaff­ten, den Ball im gegne­ri­schen Tor unter­zu­brin­gen. Aus 16:20 entstand bis zur 49. Minute ein 21:21 und jetzt konnten sich die Winnen­der entschei­dend auf 25:22 abset­zen. Am Ende konnten sich die Leonber­ger in der letzten Minute auf 27:26 rankämp­fen und waren sogar noch in Ballbe­sitz, doch es reichte nicht mehr, um wenigs­tens einen Punkt mitzu­neh­men. Am Ende müssen sich die Cats die Nieder­lage auf die eigene Fahne schrei­ben. Doch auch das gehört zum Lernpro­zess eines sehr jungen Teams. Was jedoch auch gesagt werden muss: Wer sich im Abstiegs­kampf befin­det, hat jedes Recht zu fighten. Doch es muss immer sport­lich fair bleiben. Ständige Schläge in den Magen, ins Gesicht und in den Rücken haben nichts mit Fighten zu tun. Dies ist schlicht­weg unsport­lich und hat im Handball­sport nichts zu suchen!!

Trotz allem behaup­ten die Cats vorerst noch den 4. Tabel­len­platz. Im kommen­den Spiel steht eine schwere Aufgabe gegen den Tabel­len­füh­rer SG HCL an. Ich bin mir sicher, die Mannschaft wird hier eine Reaktion zeigen wollen. 

Autor:in: Nicki van der Vliet

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